Die Gemeinschaft der Steyler Missionare

Nachdem bereits mehrere Ordens- und Priestergemeinschaften in Neugraben beheimatet waren, haben nun die „Steyler Missionare“ hier eine Niederlassung gegründet. Das Steyler Missionswerk wurde vom Heiligen Arnold Janssen (1837-1909) ins Leben gerufen. Heute sind weltweit über 10.000 Steyler Schwestern, Brüder und Patres aus mehr als 70 Nationen als Missionarinnen und Missionare im Einsatz.

 

Entsprechend dem Wort Jesu Christi: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Joh 20,21) sind die Steyler Missionare bereit, ihre Heimat, Sprache und Kultur zu verlassen und überall dort hinzugehen, wohin der Orden sie sendet. Diese Verfügbarkeit ist ein wesentliches Kennzeichen ihrer missionarischen Berufung. Weitere Kennzeichen der Steyler Ordensfamilie sind die Internationalität, der Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden sowie ihr weltumspannendes Netzwerk.

Der eigentliche Name der als „Steyler Missionare“ volkstümlich bekannten männlichen Ordensgemeinschaft lautet „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ (lateinisch: Societas Verbi Divini – daher auch die Ordensabkürzung „SVD“). Aufgrund dieses Namens hat das Bibelapostolat eine besondere Bedeutung für die Gemeinschaft. Vor allem aber steht das menschgewordene göttliche Wort, Jesus Christus im Mittelpunkt ihres Lebens. Das Beispiel Jesu bestimmt die Weise, in der die Mitglieder ihre missionarische Sendung leben. Daher versuchen sie, sich in die konkrete Situation der Menschen einzufügen, unter denen sie arbeiten. Aufgeschlossen und voll Hochachtung für die religiösen Überlieferungen der Völker, suchen sie das Gespräch mit allen und bringen ihnen die Frohbotschaft der Liebe Gottes.

Die letzten zwei Generalkapitel beschrieben als vorrangige Aufgabe der Steyler Missionare, in Dialog zu treten mit Menschen:

- die keiner Glaubensgemeinschaft angehören und auf der Suche nach dem Glauben sind,

- die arm, an den Rand gedrängt und unterdrückt sind,

- die verschiedenen Kulturen und

- nicht-christlichen Glaubenstraditionen und säkularen Ideologien angehören.