Tauferinnerung

Die Taufe ist ein großes Geschenk der Liebe Gottes, an das wir uns immer wieder dankbar erinnern dürfen.

Eine einfache Form der Tauferinnerung ist das Kreuzzeichen. Mit ihm tauchen wir immer wieder neu ein in die Welt des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Das Kreuzzeichen mit Weihwasser erinnert uns besonders an das Taufwasser und an die Taufe, durch die wir in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurden.

Eine mögliche Form der Tauferinnerung kennt die Liturgie der Kirche im sonntäglichen Taufgedächtnis. Zu Beginn des Gottesdienstes werden die versammelten Gläubigen durch Besprengen mit Weihwasser an die Taufe und an die damit verbundene Erlösung erinnert. Im gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis bekräftigen sie ihren Glauben.

Die wichtigste Tauferinnerung geschieht in der Feier der Osternacht. In der Liturgie dieser Nacht werden bei der Weihe des Taufwassers die Heilstaten Gottes ins Gedächtnis gerufen. Nach Möglichkeit werden Kinder oder Erwachsene in der Osternacht getauft. Die Mitfeiernden erneuern ihr Taufversprechen und werden sich von neuem der Würde und des Geschenkes der Taufe bewusst.

Schließlich wird das gesamte Leben eines Christen von jener Quelle gespeist, die bei der Taufe entspringt. Darum erinnern wir uns bei der Feier aller Sakramente an die Taufe als Grundlage christlichen Lebens.

Eine besondere Gelegenheit, an die Taufe zu denken, ist der Namenstag. Durch die Taufe werden Name und Biographie eines Menschen vertrauensvoll in die Hand Gottes gelegt. Wenn Taufkerze oder Osterkerze am Festtagstisch des Kindes brennen, verweisen sie auf den auferstandenen Herrn, der selbst das Licht ist und uns in der Taufe dazu berufen hat, Licht für die anderen zu sein. Auch Geburtstag und Tauftag können Anlass sein, mit Kindern über ihre Taufe zu sprechen.

(aus einer Broschüre des Erzbistums München und Freising)

 

logo taufe