Taufe

Das Sakrament der Taufe

Sich einlassen aufs Christsein

Die Taufe gehört, zusammen mit Firmung und Eucharistie (Kommunion), zu den Sakramenten der Initiation, also der Aufnahme in die volle Gemeinschaft der Kirche. Dass diese Initiation ein längerer Prozess ist, zeigt schon die Tatsache, dass sich bei der Säuglings- oder Kleinkindtaufe der Täufling noch nicht bewusst für den Glauben entscheiden kann. Was ihm in der Taufe geschenkt wird, muss er später auch selbst aus freiem Willen bejahen und zu vertiefen suchen. Die Aufnahme in die Kirche ist darum wie ein langer Weg, bei dem man besondere Stationen feiert:

  • den Beginn des Lebens- und Glaubensweges in der Taufe
  • die Stärkung für den Weg im Sakrament der Eucharistie
  • die Entscheidung für den Weg im Sakrament der Firmung


Alle Menschen sind von Gott geliebt, sind seine Kinder. Wer aber getauft wird, wird dadurch auch ein Glied am Leib Christi. Christi Leib, so schreibt der Apostel Paulus in seinen Briefen im Neuen Testament, ist die Kirche. Das bedeutet: die Taufe verbindet einen Menschen auf besondere Weise mit Jesus Christus und mit der Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden.


Aus einer Broschüre des Erzbistums München und Freising:

Ein Kind wird getauft.
Wasser ist Symbol des Lebens. Es reinigt. Das Kind wird hineingeboren in die „Erbengemeinschaft“ der Menschheit, ohne persönliche Schuld auch berührt von Versagen, Fehler und Sünde der Menschen. In der Taufe wird es in einen erlösenden Lebenszusammenhang gestellt.

Dies wird in der Taufe mit den Worten ausgesprochen:

N., ich taufe dich
im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

... im Namen des Vaters:
In der Liebe der Eltern erfährt das Kind Gott. Wie einem Vater, wie einer Mutter ist Gott das Leben des Kindes ein Anliegen. Der Mensch ist sein Geschöpf, das ihm wichtig ist, das er liebt, das er begleitet, dem er eine Verheißung mit auf den Weg gibt. Ziel dieses Lebens ist nicht der Tod und das Sterben, sondern ewiges Leben und Auferstehung. Was angst und bang macht in dieser Welt - mit Gott kann es durchgetragen und überwunden werden.

... und des Sohnes:
Jesus Christus, der auferstandene Herr, hat seinen Jüngern den Auftrag zu taufen gegeben. Er lebte, litt und starb für die Menschen. Seine Auferstehung befreit zu neuem Leben. Wie alle Getauften ist das Kind eingeladen, in der Gemeinschaft mit Jesus Christus zu leben.

... und des Heiligen Geistes:
„Lebendigmacher“ wird er genannt. Feuer und Sturm sind seine Zeichen; ein Geist, der neues Leben schafft. So können wir Gott unseren Vater nennen und leben in einer neuen „Erbengemeinschaft“, in seiner Kirche als Söhne und Töchter. Der Geist Gottes will uns zusammenführen und stärken, ermutigen und den Weg zeigen.

Ein Kind ist getauft.
Es ist ein Kind Gottes, gesegnet und für andere ein Segen; gesalbt und ausgestattet mit unauslöschlicher Würde. Bei Gott und den Menschen hat es Namen und Ansehen und ist verbunden mit allen Christen. Im Geiste Jesu Christi soll es Kirche und Welt mitgestalten. Im Sakrament der Firmung wird dies später besiegelt.

 

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