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Eltern und Paten

Taufe – ein entscheidender Schritt

Für Eltern ist es selbstverständlich, dass Sie Ihrem Kind das Essen, das Sprechen und das Gehen beibringen. Ihr Kind braucht Sie gerade dafür in den ersten Jahren seines Lebens – das ist keine Frage. Zu diesen ersten Schritten ins Leben gehört aber noch mehr als das, was ein Kind für den Alltag benötigt.

Auch das Glauben muss ein Kind erst lernen. Gerade wenn ein junger Mensch sich später einmal selbst bewusst entscheiden soll, ist es wichtig, ihn schon von Kindesbeinen an damit vertraut zu machen. Wenn Eltern ihr Kind so in den Glauben einführen, ihm ein Gespür für Gott vermitteln, ihm einen Weg aufzeigen, wie es leben kann, dann nehmen sie ihrem Kind dennoch nichts aus der Hand. Denn Eines ist bei all dem sicher: Entscheiden wird der Mensch, der jetzt noch so auf Rat und Hilfe angewiesen ist, irgendwann einmal selbst.

Taufe ist also ein entscheidender Schritt – und doch einer, der einem die Entscheidung nicht abnimmt. Ein Weg beginnt – und mit der Taufe geben Eltern ihrem Kind ganz bewusst eine Richtung vor. Das ist ein Anfang, der später immer wieder gewollt und bestätigt werden muss. Christliches Leben lebt sich nicht von alleine – es braucht täglich neu den Willen, sich darauf einzulassen. Ausdrücklich bekräftigen sollen dies junge Menschen später: wenn sie (noch als Kinder) zur Erstkommunion gehen, oder wenn sie (schon als Jugendliche) das Sakrament der Firmung empfangen.


Eltern und Paten als Wegbegleiter

Als Eltern und Paten sollen Sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen, um Ihrem Kind neben den alltäglichen Fähigkeiten und Fertigkeiten auch den Glauben als Dimension des Lebens zu eröffnen.

Die Eltern sind die ersten „Glaubenslehrer“ – indem Sie ihrem Kind helfen, sein Leben zu deuten und zu verstehen. Dabei geht es nicht nur um fromme Worte oder um Gebet und Gottesdienst. Schon die Grundeinstellung zum Leben, zu unserer Umwelt, zu unseren Mitmenschen kann vom Glauben geprägt werden. Im Umgang miteinander und auch in vielen Antworten, die Eltern ihrem Kind geben, kann es erste Erfahrungen des Glaubens machen.

Die Paten waren in der Urkirche Mitglieder der christlichen Gemeinde, die erwachsene Menschen in die Kirche eingeführt und in ihrem Glaubensleben begleitet haben. Heute sieht das Patenamt meist anders aus. Sie sollen die Eltern unterstützen, später aber auch ihrem Patenkind Freund und Begleiter sein.

Voraussetzung für die Taufe ist, dass wenigstens ein Pate oder eine Patin zur Verfügung steht; üblich ist es bei uns, zwei Paten/Patinnen zu benennen. Dabei sollte in der Regel wenigstens ein Taufpate/eine Taufpatin in der katholischen Kirche getauft und gefirmt sein. Für den Fall, dass es in Ihrer Familie und in Ihrem Freundeskreis schwierig ist, entsprechend diesen Bedingungen Paten/Patinnen zu finden, können wir im Gespräch sicher eine Lösung finden.


Ein Wort an die Paten

Liebe Patin, lieber Pate!

Die Eltern des Täuflings haben Sie gebeten, das Patenamt zu übernehmen. Auf Ihre Weise sollen Sie mithelfen, das Kind christlich zu erziehen. Bei der Tauffeier werden Sie danach gefragt. Wie die Eltern zeichnen Sie dem Kind das Kreuz auf die Stirn.

Mit dem Patenamt übernehmen Sie gemeinsam mit den Eltern die Verantwortung für das heranwachsende Kind. Sie stehen ihm auf seinem Lebensweg zur Seite. Sie helfen mit, dass Ihr Patenkind den christlichen Glauben kennenlernt.

Es ist wichtig und schön mit dem Kind einen lebendigen Kontakt zu haben. Zeit und Zuwendung sind das wertvollste Patengeschenk.

Wir wünschen Ihnen, auch im Namen der Pfarrgemeinde, mit Ihrem Patenkind viel Glück und Freude. Im Gebet können Sie das Kind Gott anvertrauen.
 
 
Gebet für das Patenkind
 
Vater im Himmel,
mein Patenkind
ist in deinem Namen getauft.

Du hast es in die Gemeinschaft
deiner Töchter und Söhne aufgenommen.
Zur Nachfolge Jesu Christi ist es berufen.

Mir hast du ... mit anvertraut.
Dafür sage ich dir meinen Dank.
Gib mir die rechten Worte,
damit mein Patenkind
im Vertrauen wachsen kann.
Beschütze ... auf ihrem/seinem Lebensweg.

Mir aber schenke die Kraft,
ihr/ihm zur Seite zu stehen.
Amen.

(Aus einer Broschüre des Erzbistums München und Freising)

 

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