Wort Gottes

In der katholischen Kirche ist seit wenigen Jahrzehnten eine neue Sensibilität spürbar für die Bedeutung des Wortes Gottes. Deshalb wird auch die Bibel als Heilige Schrift besonders wertgeschätzt, denn "in den Heiligen Büchern kommt ja der Vater, der im Himmel ist, seinen Kindern in Liebe entgegen und nimmt mit ihnen das Gespräch auf" (Dei Verbum 21). Weil das Zweite Vatikanische Konzil sich dessen neu bewusst wurde, forderte es:

"Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen." (DV 22).

In den Jahren 2005-2008 kam es im Zusammenhang mit der Weltbischofssynode zu einem intensiven Nachdenken über "Das Wort Gottes in Leben und Sendung der Kirche". In seinem nachsynodalen Schreiben betonte Papst Benedikt XVI., die Synode habe "zu einem besonderen pastoralen Einsatz aufgefordert, um die zentrale Stellung des Wortes Gottes im kirchlichen Leben deutlich werden zu lassen, und empfohlen, die 'biblische Pastoral' nicht neben anderen Formen der Pastoral, sondern als Seele der ganzen Pastoral zu fördern." (Verbum Domini 73).

Die Bibel als Seele der ganzen Pastoral!

Wenn das wirklich die Leitlinie sein soll, dann haben wir in der deutschen Kirche noch vieles zu entdecken! Die Feier des Wortes Gottes in der Liturgie, der Dienst am Wort als Lektor(in), die Teilnahme an der geistlichen Schriftlesung oder die Beschäftigung mit biblischen Themen in den verschiedenen Gemeindegruppen können eine wichtige Hilfe sein, damit unser ganzes Gemeindeleben immer mehr biblisch durchdrungen wird. Dabei fühlen wir uns inspiriert von den Worten, mit denen Papst Benedikt XVI. sein Schreiben "Verbum Domini" eröffnete:

"Es gibt keine größere Priorität als diese: dem Menschen von heute den Zugang zu Gott wieder zu öffnen, zu dem Gott, der spricht und uns seine Liebe mitteilt, damit wir Leben in Fülle haben (vgl. Joh 10,10)." (VD 2)

 

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